Klinische Psychologie in unserer Fachklinik

Ingrid Keiderling
Dipl.-Psychologin
Psychologische
Psychotherapeutin
Verhaltenstherapeutin DGVT

Peggy Kroboth
Dipl.-Psychologin
Psychologische Psychotherapeutin
Therapieformen
Psychotherapie
Die Psychotherapie ist je nach Krankheitsbild verhaltenstherapeutisch oder tiefenpsychologisch
orientiert ausgerichtet und erfolgt bei komplexen Beschwerdebildern in Kombination zur
Anwendung.
In der Psychotherapie geht es um die Unterstützung des Patienten beim Aufarbeiten
seiner Lebensbiografie und der Suche nach Zusammenhängen mit der derzeitigen
Beschwerdesituation.
Sie leistet aber auch sehr viel informelle Hilfe, um dem Patienten ein
Herstellen seiner Ganzheitlichkeit i. S. von biologischen, psychologischen und sozialen Anteilen zu
ermöglichen. Dies ist durch die enge Vernetzung mit dem medizinischen und physiotherapeutischen
Bereich in unserem Haus sehr gut spür- und erlebbar, denn in der Psychotherapie erfahrene
Zusammenhänge sind direkt nachvollziehbar.
Wir arbeiten lösungsorientiert, d. h. wir suchen
nach vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten, welche beim Lösen des Problems helfen
können.
Dabei erfolgt die Therapie immer auf den einzelnen Patienten zugeschnitten mit dem
Ziel, diesen wieder zu befähigen, mit sich selbst und seinem Alltag stabiler und
selbstverantwortlich umzugehen.
Oberstes Ziel ist dabei eine Verbesserung der
Lebensqualität. Diese kann z. B. durch eine Beschwerdelinderung, einer Verarbeitung des
Krankheitsgeschehens (u. a. Koma, Intensivstation, Gefühl des Ausgeliefertseins und der
Hilflosigkeit, Verlust der körperlichen Unversehrtheit), aber auch der Annahme einer chronischen
Erkrankung verbessert werden.
Die lösungsorientierte Arbeit hilft dem Patienten im Rahmen
seiner Möglichkeiten, wieder der Chef des eigenen Lebens zu werden und die dafür vorhandenen
Hilfsmittel und -möglichkeiten zu finden und einzusetzen.
Ressourcenorientierte Therapie
Grundlage unserer therapeutischen Arbeit ist ein kompetenzorientiert-ganzheitlicher Ansatz, der die
Fähigkeiten und Ressourcen des Patienten wertschätzend stützt und fördert. Dabei ist es wichtig
sein, durch die unterschiedlichen Behandlungsansätze verschüttete Gesundheitsressourcen wieder
freizulegen und innere Kraftquellen für die Zeit während und nach der Rehabilitation zu aktivieren,
um die Lebensqualität des Menschen zu weiter zu entwickeln und somit die Teilhabe am sozialen und
gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Das schließt ebenso die Stärkung der
Eigenverantwortlichkeit und den Aufbau von geeigneten Bewältigungsstrategien ein.
Therapiebereiche können zum Beispiel sein:
- Krankheitsbewältigung
- Stress- und Schmerzbewältigung
- Hilfe bei der Raucherentwöhnung
- Hilfe beim Umgang mit dem eigenen Körpergewicht
Entspannungsverfahren
In unserer Klinik gehen wir in der Wahl der Entspannungsmethode von dem Prinzip aus: „Es gibt für jeden Menschen eine Entspannungsmethode, aber nicht eine für jeden!“ Durch die breite Ausbildung der Therapeuten (Autogenes Training, Tiefenmuskelentspannung nach Jacobson, konzentrative Entspannung nach Wilda-Kiesel ) sind wir in der Lage, die zum Beschwerde- bzw. Persönlichkeitsbild des Patienten passende Methode mit ihm zu erarbei-ten. Auch auf diesem Bereich gehen wir vom Konzept des lösungsorientierten Ansatzes aus, was es dem Patienten ein Lernen am Erfolg ermöglicht.
Imaginative Techniken aus der Hypnotherapie
Imagination gehört zu den ältesten Formen des Heilens, wobei die eigene Vorstellungskraft genutzt
wird, um die Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Ziel der Imagination ist es, die innere
Wahrnehmung zu fördern, eigene Ressoucen zu reaktivieren, um dadurch eine zunehmende Unabhängigkeit
vom Therapeuten zu erreichen.
Imagination hilft sowohl beim Neuaufbau von innerer Sicherheit und
Geborgenheit, als auch bei der Suche nach „inneren Helfern“ für die als problematisch erlebte
Lebenssituation.
Körperorientierte Therapie
Integriert in die Einzeltherapie wird durch die Arbeit am und mit dem Körper die Körperwahrnehmung
angeregt, Bewegungen und Körperhaltungen bewusst gemacht und der direkte Kontakt mit dem eigenen
Körper als Ressource in die Therapie integriert. Dies ermöglicht es dem Patienten, sowohl neue
Spielräume zu entdecken als auch teilweise ganz neue Erfahrungen zu machen, welche meist sehr
stabilisierend erlebt werden und ihm dadurch die Möglichkeit neuer Bewältigungsstrategien
eröffnen.
Unterstützend nutzen wir dabei die
Gruppentherapien
- Tanztherapie
- Konzentrative Entspannung
- Feldenkrais
- Rückenschwimmen
Angehörigenberatung
Angehörige von Patienten befinden sich in einer ganz besonderen Lebenssituation. Sie sind ebenso Betroffene wie der Patient selbst und brauchen Raum und Zeit, das Geschehene zu verarbeiten. Wir unterstützen gern bei der Suche nach inneren und äußeren Kraftquellen und geeigneten Bewältigungsstrategien.