Spezielle Konzeption

Für die Versorgung und Behandlung von BG-Patienten - also von solchen Patienten, die während der Arbeit oder auf dem Weg dorthin einen Unfall erlitten haben oder an einer Berufskrankheit leiden -

haben wir in der m&i-Fachklinik Bad Liebenstein eine spezielle Konzeption erarbeitet.

  • I. Behandlung für stationäre Patienten
  • II. Arbeitsplatzbezogene muskuloskelettale Rehabilitation (ABMR)
  • III. Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
  • IV. Behandlung für ambulante Patienten
  • Behandlung von Patienten im Schwerverletztenverfahren in der Frührehabilitation
  • Fortführung der intensivmedizinischen Therapie und Überwachung auch bereits in der Entwöhnungsphase von der Respirator-Therapie
  • fachübergreifende ärztliche Betreuung durch Fachärzte für Anästhesie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Neurologie, Schmerz- und Chirotherapeuten
  • interdisziplinäre therapeutische Behandlung durch aktivierende Pflege, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden, Neuropsychologen und Sozialberater
  • personelle Besetzung und medizin-technische sowie räumliche Ausstattung entsprechend der BGSW-Richtlinien, Überwachungsbetten entsprechend einer IMC (Intermediate Care)
  • Monitoring, Respiratoren, BGA-Gerät (Blutgasanalyse), Videoüberwachung, Stehliegen zur Vertikalisierung, Niedrigstbetten für sturzgefährdete Patienten, Patientenschutzvorrichtungen und spezielle Überwachungsmöglichkeiten für orientierungsgestörte Patienten
  • Durchführung täglicher interdisziplinärer Visiten mit kurzen Entscheidungswegen
  • eigene Therapiebereiche im Abteilungsbereich für kurze Wege der Patienten zu den Therapien
  • Durchführung von endoskopischer Schluckdiagnostik, Bronchoskopien, Sonographien, konventioneller Röntgendiagnostik, nativer CT-Kontrollen des Schädels, echokardiographischer Untersuchungen
  • Gewährleistung notwendiger Untersuchungen zur Diagnostik und Verlaufskontrolle unfallbezogener Verletzungen (ophthalmologische, urologische und HNO-Verletzungen) über einen geregelten Konsiliardienst mit kooperierenden niedergelassenen Fachärzten bzw. Kliniken
  • eigener Schluckspeiseraum im Abteilungsbereich der Neurologischen Frührehabilitation der Phase B. In ihm werden sowohl Patienten mit Schluckstörungen als auch Patienten ohne Schluckstörung gemeinsam betreut. Patienten mit Schluckstörung (Dysphagie) werden hinsichtlich der Schwere ihrer Störung von Schluck- und Ergotherapeuten aber auch von geschultem Pflegepersonal individuell betreut. Ziel ist es, gestörte Funktionen wieder herzustellen, Restfunktionen zu nutzen, pathologische Reflexe abzubauen, die orofaziale („den Mund und das Gesicht betreffend“) Kraft und Ausdauer zu fördern und ein Bewusstsein für die Dysphagie zu schaffen.

Die ABMR-Maßnahmen bauen auf einer medizinischen Rehabilitation auf. Dabei werden neben den bewährten Therapieelementen zielgerichtet die konkret am Arbeitsplatz erforderlichen Aktivitäten trainiert. Folgende arbeitsplatzbezogene Therapieelemente kommen hierbei zusätzlich zum Einsatz:

  • Arbeitssimulationstraining mit einem speziell geschulten Team aus Physiotherapie und Ergotherapie ("Workhardening")
  • Ergotherapie
  • Arbeitsplatzbezogene Trainingstherapie ("Workconditioning")

Ziel der ABMR-Maßnahmen ist es, Menschen, die körperlich arbeiten oder die spezifischen körperlichen Arbeitsbelastungen ausgesetzt sind (z.B. einseitige, monotone oder koordinativ beanspruchende Tätigkeiten) gezielt auf ihren Arbeitsalltag vorzubereiten. Dabei muss eine ausreichende medizinische Grundbelastbarkeit vorhanden sein, um die körperlich beanspruchende Therapie ausführen zu können.

Die Erstellung eines Patientenfähigkeitsprofils mittels einer FCE-Analyse (Functional Capacity Evaluation) ist bei uns mit einer EFL-Testung (nach S. Isernhagen) möglich. Mittels dieser standardisierten, zweitägigen Testreihe werden die körperlichen Fähigkeiten des Patienten geprüft und gegebenenfalls mit den beruflichen Arbeitsplatzanforderungen abgeglichen. Durch diesen Abgleich festgestellte Defizite können in der weiteren Therapie gezielt verbessert werden.

I.    Für die Durchführung dieses Tests verfügen wir über die erforderlichen Lizenzen und mehrere ausgebildete Therapeuten.

In der m&i-Fachklinik Bad Liebenstein wird die erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) als alleinige oder ergänzende Maßnahme angeboten.
Die personellen, räumlichen und apparativen Ausstattungen halten wir, wie von den Berufsgenossenschaften gefordert, vor.

Zusätzlich bieten wir spezielle ambulante Leistungen für berufsgenossenschaftlich versicherte Patienten an, wie z. B. Neuropsychologie, Ergotherapie, Logopädie. Auch Fahrtraining* ist in unserer Klinik möglich.

*Fahrtraining:

Unter Berücksichtigung der vom Gesetz geforderten Anforderungsbereiche werden Computerverfahren angewendet (TAPK, Wiener Test System), die verschiedene Aufmerksamkeitsbereiche überprüfen. Gegebenenfalls wird auch eine praktische Fahrprobe durchgeführt. Ist eine der Aufmerksamkeitsfunktionen, z. B. die Reaktionsgeschwindigkeit, nicht ausreichend, wird ein spezielles Training dazwischen geschaltet, um das Autofahren ohne Bedenken wieder zu ermöglichen.

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